Kunst+ ästhetische  Erfahrung

 

In der Kunstwerkstatt wird mit künstlerischen Materialien und Techniken gearbeitet. Es geht jedoch zunächst nicht um Kunstproduktion,

sondern um Wahrnehmung und das Finden eines authentischen Ausdrucks im Material.

 

Nur über die konkrete, nämlich sinnliche Wahrnehmung wie das Riechen, Fühlen, Tasten, Sehen und Hören ist es den Kindern möglich,

Eigenschaften und Besonderheiten der Materialen zu erfahren. Das spielerische Ausprobieren dient dem konkreten Begreifen von Machbarem

und dem Erfahren der Grenzen (der eigenen und im Material).

 

Unsere Wahrnehmung bildet die Grundlage für unsere Beziehung zu uns selbst und zur Außenwelt. Mit unseren Sinnen ist es uns möglich,

die Außenwelt nach innen zu holen. Umso so sensibler und differenzierter die eigene Wahrnehmung ist, umso so vielfältiger werden die Möglichkeiten

des eigenen Handelns. Was ein Mensch mit seinen Sinnen erfahren hat, prägt sich ein, wird nicht vergessen und wird zum Baustein seines Wissens.

Die Ausbildung der Sinne geschieht nicht von alleine, sondern durch den alltäglichen Gebrauch und durch das Training in einer Umgebung, die Raum für Neugier lässt.

 

Grundsätzlich arbeite ich in der Kunstwerkstatt prozess-orientiert, frei von Leistung und experimentell mit dem Material, so dass immer Raum für das Neue

und Unerwartete bleiben kann. Genau dieses Überraschende macht den kreativen Umgang mit Materialien aus und wird von mir als ästhetische Erfahrung bezeichnet.